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Sporthallenneubau

05.10.2018

Rückblick

In der Ratssitzung 2016, als der Rat mehrheitlich beschloss eine Dreifachhalle neu zu bauen, ging es wie folgt zu:

1.
Die Verwaltung war im Vorfeld beauftragt worden, lediglich grundsätzliche Möglichkeiten (Zweifach- oder Dreifachhalle oder Sanierung) dem Rat zur Kenntnis vorzulegen.

2.
Vor der Ratssitzung standen die entsprechenden Unterlagen nicht zur Verfügung. Das war auch nicht schlimm, da alle Fraktionen wussten, dass ein Architekt diese drei Möglichkeiten im Vortrag vorstellen wird. Die Unterlagen sollten dann in aller Ruhe den Fraktionen zur Diskussion zur Verfügung gestellt werden. Der Umfang der Unterlagen waren dann mehrere cm DINA4.

3.
Nach dem Vortrag des Architekten kam der mündliche Antrag von Hr. Rulle (Fraktionsvors. CDU), jetzt sofort zu beschließen eine Dreifachhalle zu bauen! Damit entsprach er den Emotionen der zahlreich anwesenden Sportfunktionäre.

4.
Völlig richtig sprach daraufhin der damalige Fraktionsvors. der SPD (Gausebeck), er sehe sich außerstande, einem Projekt dieser Größenordnung ohne Kenntnis der Unterlagen zuzustimmen. Die SPD stimme nicht zu. Sie hätten die Unterlagen erst zur Sitzung erhalten.

5.
15 Minuten später kam es zur Abstimmung. CDU und SPD(!) und FDP und Linke stimmten für den Antrag der CDU.
Von der UBG hat nur eine Person zugestimmt.

6.
Aus der Niederschrift der Ratssitzung:
"Im weiteren Verlauf der Diskussion mit zwei Unterbrechungen für fraktionsinterne Beratungen wird deutlich, dass die CDU, FDP und die Linke eine schnelle Umsetzung für einen Neubau favorisieren. Die Ratsherren Gausebeck und Hauk-Zumbülte warnen vor ad-hoc-Entscheidungen. Ratsherr Hofacker unterstreicht die Frage, ob ein Neubau notwendig ist, und bittet um Bedenkzeit.

 

Nun gibt es eine Kostenexplosion, daher:

 

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Mahnke,


die UBG-Fraktion bittet Sie, im Rat der Gemeinde Nottuln, ggf. zuvor im Haupt- und Finanzausschuss, folgenden Antrag beraten zu lassen:


Die Erbringung der Planungsleistungen des Architekturbüros, das die Generalplanung für den Neubau der Sporthalle ausführt, wird juristisch geprüft.

Die vollständige Kostenberechnung nach DIN276 (nicht nach BKI) wird vom Architekturbüro bis zum 16.10.2018 beigebracht.

Ein externes Planungsbüro wird mit der Projektsteuerung des Sporthallenneubaus beauftragt. Der genaue Auftragsumfang wird von der Verwaltung festgelegt.


Die UBG sieht Mängel in den Leistungen des Architekten. Das Projekt Sporthallenneubau darf aber auf keinen Fall weiter aus dem Ruder laufen.
Für die Zustimmung zum Nachtragshaushalt ist eine Kostenberechnung mit belastbaren Zahlen absolut notwendig.


Für die UBG-Fraktion
Fraktionsvorsitzender Jan Van de Vyle

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