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Liebfrauen Kita

UBG setzt sich für den Erhalt des Liebfrauen Kindergartens ein.

Webfehler (Konzeptionelle Schwäche) des KiBiz darf unsere Gemeinde nicht über Gebühr belasten.

06.07.2026

Was ist passiert?

Ist es nicht so, dass man in jedem privaten Haushalt Prioritäten setzen würde?
Warum gelingt es uns dann nicht im Rat, gemeinsam mit der Verwaltung vernünftige Lösungen zu schaffen und dabei auf ein wenig gesunden Menschenverstand und etwas Weitblick zu setzen?

Die Geburtenzahlen sinken derzeit und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren.
Niemand kann die exakten Zahlen voraussagen. Allerdings haben wir die Erfahrung aus vielen Jahrzehnten. Mehr oder weniger starke Schwankungen hat es schon immer gegeben. Wer erinnert sich nicht an die zügig errichteten Container auf der Gemeindewiese? Und das Richtfest für die neue DRK-Kita vor der Jugendherberge ist ebenfalls nur wenige Monate her. Allein an diesen beiden Projekten lässt sich ablesen wie volatil die Zahlen schon immer waren. Und immer haben wir es geschafft, diesen Abweichungen vom Mittelwert zu entgegnen. Mit flexibler und unkomplizierter Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung – in guten wie in schlechten Zeiten.

Nun plant die Verwaltung, die Liebfrauen-Kita "abgestimmt auslaufen zu lassen".
Die UBG hingegen setzt sich für Erhalt der Liebfrauen-Kita ein.

Warum? Weil wir die künstlich herbeigeführte Schließung für ein Ausbluten halten. Abgestimmt war der Plan nur zwischen Verwaltung und Kreisjugendamt. Die Beteiligten wurden nur halbherzig involviert, echte Alternativen kaum ernsthaft geprüft.

Wieder wurden möglichst viele Fakten in Hinterzimmern geschaffen, bevor die öffentliche Diskussion beginnt. Transparenz? Auch hier wieder: Fehlanzeige.

Eltern, Kinder und viele Erzieherinnen und Erzieher werden bei der kommenden Ratssitzung entschieden protestieren. Die UBG unterstützt den Protest ausdrücklich.

Warum wir den Erhalt unterstützen:

Kinderbildungsgesetz: Das KiBiz regelt nicht nur die Gruppenzahl in den Kitas, es verlangt auch eine vielfältige Trägerlandschaft in einer Gemeinde. Die Schließung der Kita gefährdet die Parität unnötigerweise.

Unklare Nutzung: Was passiert mit dem Gebäude – Leerstand, Umnutzung, Abriss, Verkauf? Das wäre naiv und zu kurz gedacht. Steigen die Zahlen wieder, muss mit viel Geld umgebaut oder im schlimmsten Fall neu gebaut werden.

Standort: Neben der Kita im Wohngebiet Nord ist die Liebfrauen-Kita die einzige verbliebene für das Einzugsgebiet Nord, aber dennoch nahe dem Ortskern gelegen. Außerdem ist die unmittelbare Naturnähe des Kindergartens einzigartig, vielfältig und von immenser Bedeutung.

Zustand: Der angebliche Sanierungsstau (in der Ratsvorlage beschrieben) ist nicht vorhanden. Im Gegenteil: Mit Mitteln des LWL wurde bereits – und wird auch in Zukunft – sehr viel für das Gebäude getan und im Sinne der Kinderbetreuung umgesetzt.

Keine Eile: Die UBG muss auch darauf hinweisen, dass es keine Eilbedürftigkeit in der Sache gibt, da das KiBiz ausdrücklich einen einjährigen Überhang an Gruppen ermöglicht ohne finanzielle Nachteile. Wir können also ganz in Ruhe beraten, ohne Entscheidungen übers Knie zu brechen, die wir ggf. in wenigen Jahren bereuen.

Finanzen: Soll die Kita geschlossen werden, weil wir kein Geld haben? Kitas, Schulen, Bildung und Betreuung - das sind grundsätzlich keine geeigneten Projekte für Diskussionen rund um Wirtschaftlichkeit. In Zeiten, in denen ernsthaft ein nice-to-have in Form eines Bürgerforums diskutiert wird, muss es möglich sein, ein must-have wie den Liebfrauen-Kindergarten zu erhalten.

Fazit

Beim Besuch der UBG in der Liebfrauen-Kita am 02.07. wurde sehr deutlich, dass es durchaus verschiedene konstruktive Lösungen für die Handhabung geburtenschwächerer Jahrgänge gibt. Nur ein Beispiel: Es könnten in mehreren Kindergärten jeweils einzelne Gruppen temporär verringert oder geschlossen werden, ohne dass eine komplette und funktioniere Kita dauerhaft geschlossen werden muss.

Daher wird die UBG dem Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung nicht folgen, sondern die umsetzbaren Alternativen einfordern, die bisher leider nicht konsequent verfolgt worden sind.

Webfehler des KiBiz am Beispiel zweier Kita Projekte

Gesetzgebung konzeptionell fragwürdig

Die sofortige Aufgabe ganzer Kitas wegen der im KiBiz geforderten möglichst scharfen Orientierung an Prognosezahlen der vermuteten zukünftigen Anmeldungen führt zu finanziellen Anforderungen, die keine Gemeinde erfüllen kann – erst recht nicht, wenn der Finanzhaushalt bereits überspannt ist.

  1. Wann ist der Beschluss gefasst worden, die DRK-Kita auf der Gemeindewiese zu bauen?
  2. Wieviele Jahre konnte man damals schon in die Zukunft sehen, um den Bau und die enorme Investition mit steigendem Bedarf zu begründen?
  3. Ist es richtig, dass diese Prognose schon beim Richtfest von der Realität eingeholt wurde?
  4. Wer hat die Verantwortung für diese Fehleinschätzung übernommen?
  5. Wieviele Jahre sieht man heute in die Zukunft?
  6. Ist es möglich, dass wir auch bei der Aufgabe der Liebfrauen-Kita von der Realität eingeholt werden?
  7. Wer wird dann die Verantwortung übernehmen?

Aktuelle Neuigkeiten

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16
Jun

ISEK

Ausschuss Planen und Bauen beschließt empfehlend bei bei zwei Gegenstimmen (UBG, CDU) und zwei Enthaltungen (FDP, CDU) Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Mehrheitlich dafür stimmten CDU, SPD und Grüne.

Das ISEK beinhaltet auch das sehr umstrittene Vorhaben, auf dem Kastanienplatz ein Bürgerforum zu errichten.

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Stellungnahme zur WN-Berichterstattung

Am 13.06. berichteten die WN mit den Artikeln „Fish-Bowl-Format schnell passé“ und „Faktencheck zum Thema“, die wir hier am gleichen Tag kommentieren.

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  • UBG unterstützt Bürgeranregung zur Windkraft-Debatte.
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